Ein Wochenende mit UIK in Leipzig

Gemeinsam mehr bewegen: Ein Wochenende mit UIK in Leipzig

Manchmal braucht es nur eine Einladung, um aus einer langjährigen Verbindung etwas noch Größeres entstehen zu lassen. Im September machten sich unsere Vorstandsmitglieder Tina, Sabi und Julia auf den Weg nach Leipzig, um den deutschen Verein UIK (Ungewollt Kinderlos e. V.) endlich persönlich kennenzulernen.

Was folgte, war ein intensives Wochenende voller Austausch, neuer Ideen und inspirierender Begegnungen.

Unterschiedliche Wege, gemeinsame Ziele

Obwohl Österreich und Deutschland Nachbarländer sind, unterscheiden sich die rechtlichen Rahmenbedingungen rund um Kinderwunschbehandlungen teilweise erheblich.

Genau diese Unterschiede machten unsere Gespräche besonders spannend. Wir tauschten uns über die Situation von Betroffenen in beiden Ländern, über politische Herausforderungen und über die Möglichkeiten aus, als Selbsthilfevereine Veränderungen anzustoßen.

Ein Beispiel ist die Eizellspende: Während sie in Österreich unter bestimmten Voraussetzungen bereits erlaubt ist, ist sie in Deutschland weiterhin verboten. Gleichzeitig gibt es auch bei uns gesetzliche Regelungen, die verbessert werden sollten.

Doch mindestens genauso wichtig waren die Gemeinsamkeiten. Wir setzen uns beide dafür ein, dass Menschen mit unerfülltem Kinderwunsch gehört, ernst genommen und besser unterstützt werden.

Viele Ideen und noch mehr Motivation

Neben den gesundheitspolitischen Themen ging es auch um unseren Vereinsalltag. Wie können wir unsere Angebote weiterentwickeln? Wie erreichen wir Menschen, die Unterstützung suchen? Wie schaffen wir mehr Aufmerksamkeit für ein Thema, das noch immer mit vielen Tabus verbunden ist?

Auch die Finanzierung und langfristige Absicherung unserer Vereinsarbeit waren wichtige Gesprächsthemen. Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es in den beiden Ländern? Wie können ehrenamtliche Strukturen nachhaltig gestärkt werden?

Besonders wertvoll war es, offen über unsere Erfahrungen, Erfolge und Herausforderungen zu sprechen. Denn ehrenamtliche Vereinsarbeit lebt von Menschen, die sich mit viel Engagement und Überzeugung für andere einsetzen.

Dabei wurde deutlich: Wir müssen nicht alle Herausforderungen allein lösen. Wir können voneinander lernen, Erfahrungen teilen und gemeinsam neue Wege finden.

Aus einem Treffen wird Zusammenarbeit

Zwischen all den Gesprächen blieb auch Zeit, Leipzig gemeinsam zu entdecken, miteinander zu essen und sich abseits der Vereinsarbeit besser kennenzulernen.

Was wir mit nach Hause nehmen? Viele neue Eindrücke, wertvolle Impulse und vor allem die Vorfreude auf das, was noch kommt.

Dieses Wochenende war für uns nicht nur ein persönliches Kennenlernen, sondern auch der Auftakt für eine stärkere, länderübergreifende Zusammenarbeit.

Ein herzliches Dankeschön an das gesamte UIK-Team für die Einladung, die Gastfreundschaft und den offenen Austausch sowie an ÖKUSS und die österreichische Sozialversicherung, deren Förderung unsere Teilnahme an diesem wertvollen Austausch ermöglicht hat.

Wir freuen uns darauf, unsere gemeinsamen Ideen weiterzuentwickeln und auch über Ländergrenzen hinweg etwas zu bewegen.

Zwei Länder, zwei Vereine und eine gemeinsame Vision: Menschen mit unerfülltem Kinderwunsch stärken und ihre Interessen sichtbar machen.

Wer mehr über die Perspektive unseres deutschen Schwestervereins erfahren möchte, findet hier den Blogbeitrag des UIK über unser Treffen.