Familie Christina & Florian
Christina wollte immer ein Kind – doch lange Zeit fehlt vor allem die Partnerschaft dazu. Als sie Florian mit 33 kennenlernte, war der Kinderwunsch schnell Thema. Doch Monat für Monat verging – und sie wurde nicht schwanger. Nach einem Jahr gingen die beiden zum Erstgespräch in die Kinderwunschklinik. Doch aus dem ersten Termin wurden viele weitere – und die so romantische Vorstellung von einem Kind wurde zum größten Hindernis. 2020, nach ihrem ersten erfolglosen IVF-Versuch, begann Christina über ihre Erfahrungen online auf diefruchtbar.blog zu schreiben. Sie merkte, wie wenig über Unfruchtbarkeit und Kinderwunschbehandlungen gesprochen wurde – obwohl viele Menschen betroffen sind und die Wartezimmer voll waren.
Aus ihrem Blog entstand zunächst eine Selbsthilfegruppe und 2021 schließlich aus der Selbsthilfegruppe der Verein „Die Fruchtbar – Verein Kinderwunsch Österreich“.
“Die Selbsthilfegruppe war mein Anker in dieser schwierigen Zeit. Wir haben gelacht und geweint – und am Ende war es viel leichter, die Behandlungen und Rückschläge durchzustehen“, erzählt Christina. “Es dauerte über 40 Zyklen, ein ständiges Hoffen und Bangen, vier Inseminationen, Spritzen, Medikamente und vier IVF-Versuche, bis ich meinen ersten positiven Schwangerschaftstest in der Hand hatte.” 2022 kam ihr Sohn auf die Welt.
„Kurz vor der Geburt unseres Sohnes ging unsere Vereinswebsite online. Ich wusste: ich möchte mich trotzdem weiter engagieren, auch wenn das Kind jetzt da ist.” Heute ist Christina Fadler Obfrau von „Die Fruchtbar“, Vorstandsmitglied von Fertility Europe und spricht nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa über Unfruchtbarkeit und bringt die Perspektive von Patient:innen in politische und medizinische Debatten ein.
Fotografie: © Karolina Horner – Kalinka Photography
Projekt: Die Fruchtbar – Verein Kinderwunsch Österreich
Gefördert durch die Sozialversicherung / ÖKUSS

